LOCHTOPIA

 

   Ein performativer, partizipativer Minigolf Parcours

 

Das Event fand im Rahmen des Forum Öffentlicher Raum #kommraus Festivals 2019 in Wien statt

Einfach mal Urlaub auf oder von der Straße machen? Lochtopia macht die Zollergasse zu einer Spielblase,einer Utopie, die Freiheiten in der urbanen Enge bietet und Dich für einen Moment aus den Alltagsroutinen ausbrechen lässt.

Kommt raus zum Spielen!

 

Wir werden Euch, den SpielerInnen, Equipment, Golfschläger und Caps zur Verfügung stellen. Zusammen mit anderen BesucherInnen werdet Ihr öffentliche und private Räume spielerisch erkunden. Als Team werdet Ihr Teil eines partizipativen, raumbildenden und wandelbaren Geschehens, welches eine spielerische Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum fördert. Die Dramaturgie des Raumes wird performativ für eine kurze Zeit verdichtet und restrukturiert, Abläufe werden neu erfunden. Innen wird zu außen und der städtische Raum wird zu einer großen Spielwiese, die die Regeln der Stadt ins Rollen bringt. Kommt raus und locht ein für die Allmende!

 

Wie kann man das Loch der Utopie füllen?
Wie kann man das Loch der Nichtnutzung des öffentlichen Raumes sichtbar machen?
Wie können hier auch utopische Spielereien Anstöße zur Rückeroberung des gemeinsamen öffentlichen Raumes geben?
Was bedeutet uns der öffentlich gemeinsame Raum?
Was räumen wir ihm und uns in ihm ein?

 In immer schneller wachsenden Städten wird der private Rückzugsort immer kleiner,

so rücken wir auch im öffentlichen Raum immer mehr zusammen, aber nutzen wir eben diesen wirklich?

Die Orte, die wir miteinander teilen sollen Gemeinschaftsräume sein. Wie kann die Anonymitat öffentlicher und halb öffentlicher Räume durchbrochen werden und wie können so Plätze für die Gemeinschaft zurückerobert und auch intensiver genutzt werden?


Mut zur Lücke, der öffentliche Raum wird oft als Fremdzone wahrgenommen, welcher oft nur als Verbindungsweg zwischen A nach B und den Konsumstätten genutzt wird. Mit unserer temporären Intervention mittels Methode Minigolf wollen wir fiktive Löcher und Lücken in den Raum stellen, die für kurze Zeit die Regeln des Raums auf den Kopf stellen. Zumal ein Ort/Raum vielmehr durch seine soziale Interaktion lebt und definiert wird, als durch seine materielle Existenz.


Gemeinschaftsprojekt u.a. mit Kerstin Reyer, Sophie Netzer, Simone Barlian, Barbara Seyerl, Tobias Saatze, Theresa Muhl, Stella Krausz
Fotos: Jessica Freivoltova